Anton Krenn - Kreuz am EmmerlkleinAuf dem Gemeindegebiet von Schrattenbach lebte im 18. Jahrhundert der Einsiedler Anton Krenn.

Seine Klause am Rosentaler Emmerl und seine Verdienste um die Grünbacher Pfarre St. Michael blieben den Einwohnern bis heute in Erinnerung.
 

Anton Krenn wurde am 23. Juni 1712 in Marbach an der Donau geboren. 1739 legte er sein Gelübde bei den Franzikanern in Mürzzuschlag ab. 1747 errichtete er seine Steinklause in unserer Gemeinde auf dem damaligen Herrschaftsgebietes des Reichsgrafen Johann Ernest von Hoyos in Rosenthal.


Krenn gehörte dem 3. Orden der Franziskaner an, da damals das südliche Wiener Becken noch als "Neustädter Distrikt" der Diözese Salzburg zugeordnet und dem Bischof von Graz-Seckau als Generalvikar unterstand.
Der damalige Pfarrer beschrieb ihn als brennendes Licht, das für die anderen leuchtet. Seine Aufgaben in der Pfarre Grünbach bestanden im Vorbeten des Rosenkranzes bei der täglichen Hl. Messe, die Christenlehre für die Kinder am Sonntagnachmittag sowie die Besorgung des Kirchenschmuckes und anderer verschiedener Anschaffungen.


Er wurde auch fast immer zum Gebietsverantwortlichen des "Neustädter Distrikt" bestimmt und veranstalte selbst Eremitentreffen bei seiner Klause.
Anton Krenn packte auch oft die Reiselust, die ihn zweimal nach Rom, nach Santiago de Compostela, zum Heiligen Berg Alverna und sogar bis ins Heilige Land nach Jerusalem führte. Über die persönlichen Aufzeichnungen der Jerusalemreise wurde erst 2005 ein Buch herausgegeben
1782 verbot Kaiser Joseph II. das Einsiedlertum, Anton Krenn dürfte aber bis zu seinem Tod am 02.01.1791 unbehelligt in seiner Klause gelebt haben.
 
Heute befindet sich am Emmerl zum Andenken an das Wirken von Frater Anton Krenn, das erst 2005, anlässlich der Herausgabe des Buches "Die Jerusalemreise des Einsiedlers Anton Krenn Anno 1756", neu renovierte Einsiedler Kreuz.